Guten Morgen Leute!
Vielleicht hat einer von euch gestern Abend um 21Uhr auf ARD den Bericht "Heilung unerwünscht" - "Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern".
Fand den Bericht richtig interessant, da ich genug Leute kenne die unter Neurodermitis leiden und sich ihre Haut mit Kortison kaputt machen.
Und ich finde es eine Frechheit, dass Pharmakonzerne lieber Millionen und Milliarden mit Präperaten verdienen wollen, die eh nicht helfen. Lieber sollten sie die Leute mit der richtigen Creme von ihrer Krankheit erlösen und die Krankenkassen und das Gesundheitssystem entlasten.
Hier mal ein Auszug einer Internetseite:
" Regividerm - ein Krimi um eine Creme?
In der ARD läuft am 19. Oktober 2009 ein Film mit dem Titel "Heilung unerwünscht". Wie der Untertitel "Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern" klingt das kräftig nach Verschwörungstheorie. Dabei ist die Geschichte um die Creme Regividerm nicht wirklich eine Verschwörung - sondern eher ein Stück, wie Pharmaindustrie und Forscher schon mal mit aus ihrer Sicht "kleinen Fischen" umgehen, die eine neue Methode gefunden haben.
Die Creme Regividerm war vor sehr langer Zeit bereits einmal angekündigt - und kam später nie aus der Versenkung. Ihre Entwicklung begann vor mehr als 20 Jahren. Ein Student mixte Vitamin B12 und Avocadoöl in eine Cremegrundlage, weil er gelesen hatte, dass das Vitamin Gehirnzellen erneuern könne. Er fragte sich, ob das auch bei Hautzellen funktionieren könnte. Seine Freundin wandte das Ergebnis bei ihrer Schuppenflechte an - und es half.
"Nach Jahren der Entwicklung wollten wir die Creme an eine Pharmafirma verkaufen, und mehrere waren auch interessiert", sagt Ruediger Weiss, Geschäftsführer des Hersterllers Regeneratio Pharma. "Wir wollten aber die Zusage, dass die Creme wirklich auf den Markt kommt. Die hat uns niemand geben wollen." So behielt Weiss die Patente eben.
Filmemacher Klaus Martens erfuhr vor mehr als einem Jahr von den Vorgängen um die nie erschienene Creme. Er recherchierte ein Jahr lang bei Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen sowie Betroffene in Deutschland und in den USA. "Eine unglaublich spannende Geschichte", sagt Martens, der bereits für Filme über Wirtschaftskriminalität und -moral ausgezeichnet wurde. So erfuhr er, dass der Manager den Kauf der Creme für "seine" Pharmafirma ablehnte - sie aber sehr wohl bei seinem Sohn mit Neurodermitis anwandte.
Martens bescheint der Pharmaindustrie "eine Wagenburg-Mentalität". "Da wird dichtgemacht, wenn es mal ans Eingemachte geht oder wenn man fragt, ob der Nutzen wirklich so viel besser als bei bisherigen Mitteln ist", meint er. Auch bei Auskünften zu Nebenwirkungen seien die Firmen zurückhaltend.
"Die Creme wird seit über 20 Jahren nicht produziert, obwohl sie unbestritten für viele eine Lösung sein könnte", ärgert sich Martens. Während der gesamten Beschäftigung mit dem Thema sei ihm nicht einmal eine Nebenwirkung von Regividerm zu Ohren gekommen.
Über die Creme
Regividerm enthielt "damals" Vitamin B12 und Avocadoöl. In einem Versuch aus dem Jahr 2001 wurde eine ebensolche Creme mit einer Creme mit Calcipotriol (Vitamin D3) an 13 Patienten mit einer chronischen Plaque-Psoriasis verglichen. Zwölf Wochen lang wurde getestet. Die Forscher von der Ruhr-Uni Bochum und der Uni Dortmund schrieben ihre Beobachtungen ebenso auf wie die Patienten. Außerdem wurde eine Sonographie hinzugezogen.
Das Ergebnis: Die Calcipotriol-Creme zeigte schnellere Effekte. Aber: Im Langzeit-Ergebnis, nach zwölf Wochen, gab es keinen Unterschied zwischen den beiden Substanzen. Die Wirkung der Calcipotriol-Creme erreichte ihren Höhepunkt in den ersten vier Wochen, während die Vitamin-B12-und-Avocado-Creme konstant wirkte.
Die Patienten bescheinigten der Vitamin-B12-und-Avocado-Creme eine bessere Verträglichkeit. Die Studienschreiber folgerten aus ihren Beobachtungen, dass die Creme ein "deutliches Potenzial als eine gut verträgliche Langzeittherapie für die Psoriasis" hat.
Wie es weitergeht
Regividerm soll nach Auskunft von Ruediger Weiss "bald" auf den Markt kommen. Es wird ausschließlich in Apotheken verkauft. Die Creme ist als Medizinprodukt zur Behandlung der Neurodermitis und Schuppenflechte getestet und zugelassen - im Bereich der Neurodermitis auch zur Behandlung von Kindern ab 1 Jahr. Zwar kann auch jetzt schon jeder Arzt die Creme anrühren lassen - vor allem das empfindliche Vitamin B12 macht solch eine Rezeptur aber recht teuer.
"Wir werden für die Regividerm-Salbe neue moderne Tuben aus Polyfoil-Material verwenden", erklärt Ruediger Weiss. "Dafür mussten wir den Behörden Daten zur Stabilität des Wirkstoffs Vitamin B12 vorlegen. Diese Tests sind erst vor kurzem erfolgreich abgeschlossen worden.""
Quelle:
www.psoriasis-netz.de/themen/produkte-aktuell/regividerm.html
Es gibt noch viele andere Beirchte im Internet.
Viele Grüße!
Mysticheroe