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US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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"Schnelles Auge" für den US-Präsidenten
Florian Rötzer 03.11.2007 auf www.heise.de/tp
Das Pentagon will eine Drohne entwickeln, die mit einer Rakete an ihren Einsatzort gebracht wird, um so binnen einer Stunde Bilder von jedem Ort der Welt zu erhalten
Es sammeln sich zwar immer mehr Satelliten im Weltraum an, die unablässig und immer genauer beobachten, was sich auf der Erde tut. Zu den Satelliten kommen bemannte und unbemannte Flugzeuge, die ihre Kreise ziehen und Echtzeitbilder liefern. Aber wenn es irgendwo eine Krise oder Katastrophe auf der Welt gibt, dann ist womöglich gerade keine Kamera da, um aus der Ferne sehen zu können, was gerade geschieht. Das soll sich ändern, zumindest für den US-Präsidenten, hat das Pentagon beschlossen und das "Rapid Eye"-Projekt im Juli auf den Weg gebracht.
Mit dem Programm Schnelles Auge, das vom Tactical Technology Office der Defense Advanced Research Projects Agency gestartet wurde, soll die Entwicklung einer Drohne in Gang gebracht werden, die von einer Rakete in den USA gestartet wird und innerhalb einer Stunde an einem beliebigen Ort der Welt Aufklärungs- und Überwachungsoperationen durchführen und längere Zeit einsatzfähig bleiben kann. Damit will die Darpa "Entscheidungsträgern" – an erster Stelle den Präsidenten als Oberbefehlshaber - möglichst schnell Informationen (ISR) über eine entstehende Krise und eine stabile Kommunikationsplattform liefern. Die Idee dazu entstand 2006, ab 2008 sind die ersten Gelder dafür eingeplant.

Vorbild ARES. Bild: Nasa
Angeregt wurde die Darpa, wie ihr Chef Tony Tether Ende Oktober auf der Konferenz [extern] Geoint2007 [extern] sagte, von der Nasa. Hier wird seit langem über unbemannte Flugzeuge nachgedacht, die beispielsweise auf dem Mars zur Erkundung eingesetzt werden können. Auch hier hat man die Vorstellung, ein dicht gepacktes Flugzeug in einer Rakete zum Mars zu bringen, das sich dann dort entfaltet oder aufbläst, um, ausgestattet mit verschiedenen Sensoren, über den Planeten zu fliegen.
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Die ersten Gespräche zwischen Nasa-Ingenieuren und Darpa-Mitarbeitern wurden bereits geführt. Ein Nasa-Team hat bereits einen Projektvorschlag für eine Mission zum Mars mit einem unbemannten Flugzeug ausgearbeitet und mit einem kleineren Prototypen bereits erste Tests durchgeführt. [extern] Aereal Regional-scale Enviromental Survey of Mars (ARES) soll die Lücke zwischen Satelliten und den Rovern auf dem Boden schließen und in der dünnen Mars-Atmosphäre etwa in einer Höhe zwischen 1.500 und 3.000 km für lange Zeit fliegen können, was für die Erde einer Höhe von 30 km entsprechen würde – ideal zur Erkundung, findet Tether. Solche Drohnen, die hoch und lange fliegen (High Altitude/Long Endurance - HALE), werden vom Pentagon auch anderweitig gesucht. Rapid Eye soll nach den Wünschen der Darpa zumindest die technischen Komponenten entwickeln und vorführen, aus denen sich HALE-Drohnen bauen lassen, die mit einer Rakete an einen Einsatzort auf der Erde befördert werden können.

ARES verpackt. Bild: Nasa
Man könnte sich auch denken, dass "Rapid Eye" mit "Global Strike" ( CONPLAN 8022) kombiniert werden könnte, um beispielsweise solche Missgeschicke zu verhindern, wie sie 1998 geschehen sind. Damals hatte das Pentagon als Strafmaßnahme für die verheerenden Anschläge auf die US-Botschaften in Afrika auch ein al-Qaida-Lager in Afghanistan mit Tomahawk-Marschflugkörpern bombardiert, weil man dort Bin Laden aufgrund des Signals seines Satellitentelefons vermutete ( Die USA schlagen zurück - Wag the Dog?). Als die Bomben einschlugen trafen sie jedoch Bin Laden nicht, der sich in dem Lager nicht oder nicht mehr aufhielt. Die Operation hatte zu lange gedauert. Hätte man im Pentagon die technischen Mittel, die man mit den Programmen "Rapid Eye" und "Global Strike" entwickeln will, dann ließe sich in kurzer Zeit feststellen, ob sich der Bösewicht dort aufhält, wo man ihn vermutet, um ihn dann mit Bomben aus der Ferne zu töten. Besser aus militärischer Sicht freilich wäre noch, wenn Rapid Eye auch gleich die Waffen mit sich führen würde …
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Nach unseren Gesetzen der Physik kann eine Hummel nicht fliegen.
Sie weiß es nur nicht.
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Das sieht doch mal nach einem neuen Spielzeug aus.
Irgendwann werden diese Drohnen ständig in der Luft sein, damit Big Brother seine Präsenz dauerhaft festigen kann. Die Drohnen sind dann ultraleicht und versorgen sich über Solarenergie.
Wer weiss welche Drohen heute schon im Einsatz sind? Beim Geheimdienst werden diese Daten nicht veröffentlicht.
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Wie ich schon mal hier irgendwo anmerkte: Im Kalten Krieg hatte man schon irre gute Fotoqualität, so das man aus dem Orbit jedes Detail erfassen konnte und soweit vergrößern konnte, um wirklich jedes kleine Teil zu erkennen.
Diese Drohnen sind sicherlich nicht einfach nur zur Aufklärung, das wäre ziemlich idiotisch.
Immerhin haben wir einiges an Satelliten in der Umlaufbahn die auch zur Aufklärung beitragen könnten.
Da sind doch diese Cyborg Insekten besser geeignet - zumal die Amis fast überall auf der Welt Stützpunkte haben.
Würde mich wundern, das man dann solche Drohnen einsetzen müßte...
Da gibts doch bestimmt noch einen anderen Grund.
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Der Grund ist vielleicht ganz einfach: Satellliten folgen bestimmten Umlaufbahnen und können nicht jeden Punkt der Erde sofort erforschen. Drohnen dagegen wären immer am Einsatzort und liefern sogar deutlich detaillreichere Bilder. Die Kosten von Drohnen sind ebenfalls niederiger als die teurere Weltraum Lieferaktion.
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Reine Kosten ersparnis den wenn schon etwas da ist der sogar eine rakete dabei hat braucht man kein kommandos mehr die sowas lenken oder ziel makieren. Aber wenn ihr mal ein typ haben woll dies gibt schon in Deutschland bzw test weden gemacht. In Möllbergen fliegen pro tag mindst. 5 solche dingern die gemäß die firma zu klima forschung dienen. Also gibst schon sowas. Bloß als Klima forscher.......................
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Tja, aber Drohnen sind wie gesagt schon am Einsatzort - folglich muß man sie erst dorthin bringen.
Somit ist der Einsatz von Satelliten sicherlich einfacher und günstiger, denn sie sind schon im Orbit!!!
Bei den Drohnen kann ich mir nur vorstellen, das sie selbst die Waffe sind und entsprechende Sprengköpfe dabeihaben, alles andere wäre recht unsinnig.
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Re: US Überwachung mal ganz anders... vor 4 Jahren, 6 Monaten
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Wenn die Drohnen allerdings eine Reichweite von 10000 Kilometern haben oder die direkt von einem Flugzeugträger starten können, dann ist ihr Einsatzpreis wohl viel geringer. Ausserdem werden wohl in der Zukunft Ultraleicht Drohnen entwickelt werden, die mit Solarzellen betrieben extrem lang oder sogar ständig vor Ort sein können. Nur abwarten.
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