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Obama hält Rede vor AIPAC und verspricht Krieg gegen Iran
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THEMA: Obama hält Rede vor AIPAC und verspricht Krieg gegen Iran
#3689
Obama hält Rede vor AIPAC und verspricht Krieg gegen Iran vor 3 Jahren, 11 Monaten  
Einige Dinge sind wie sie sind - nämlich vorhersehbar. Wer auch nur annähernd glaubt das Obama ein besserer Mensch ist als es George W. Bush ist, sollte sich sehr getäuscht haben.
Obama hatte zwar vorher groß herumgetönt, doch scheint er die Kriegspolitik von Bush fortzusetzen, um die Israel Lobby ruhig zu stellen und eigene Vorteile abzuschöpfen.

Hier ein Ausschnitt eines Artikels:

Nur Stunden nachdem er die erforderliche Anzahl von Delegiertenstimmen errungen hatte, hielt Barack Obama, der Senator aus Illinois, eine Rede, die seinen wirklichen Charakter offenbarte. Weit entfernt von den Versprechungen eines »neuen Anfangs« für Amerika, wie sie Kennedy gegeben hatte, würde sich Obama den Sonderinteressen beugen, die die amerikanische Außenpolitik in den vergangenen Jahrzehnten, einschließlich der Amtszeit der Bush-Regierung, bestimmt haben. Obama machte das in einer Rede über den Iran deutlich, bei der er versprach, alle Optionen zu erwägen – auch die Möglichkeit eines Krieges –, um das iranische Atomprogramm auszuschalten.

Hier gehts weiter mit dem Artikel:

info.kopp-verlag.de/news/article/obama-v...amp;cHash=7abebc62e0

Wie es scheint, wurde wieder einmal der Bock zum Gärtner gemacht.
Weiteres dazu hier:

general-investigation.blogspot.com/2008/...linton-vs-obama.html

general-investigation.blogspot.com/2008/...en-getreten-und.html

tagesschau.sf.tv/supplynet/companies/sf/...wegen_obama_bauchweh

www.radio-utopie.de/2008/02/01/israel-will-in-die-nato/

Das alles zusammengenommen ist nicht nur ein bitterböser Scherz sondern so ziemlich das schlimmst, was nach Bush eigentlich kommen kann.

Was haltet Ihr davon, das Obama plötzlich so von seiner Grundrichtung abweicht?
Was haltet Ihr von Israel in der Nato?
das wäre zumindest ein Garant für Kriege im Nahen Osten, an denen wir uns dann auch beteiligen könnten, weil ja eine Verbündeter angegriffen wurde

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Sie weiß es nur nicht.
 
#3740
"Nein, ich kann nicht!" (Über Obama und Israel) vor 3 Jahren, 10 Monaten  
Vor einigen Tagen fand ich diesen Text im Internet und möchte Ihn Euch nicht vorenthalten, denn er stammt von jemandem, der sich in Israel und mit der dort gemachten Politik sehr gut auskennt - URI AVNERY.

Ein zionistischer Dissident

Uri Avnery, der am 10. September 2007 84 Jahre alt wurde, ist eine historische Figur der israelischen Szene. Er wurde als Helmut Ostermann in Westfalen geboren als Sohn eines Bankers und militanten Zionisten und wandert mit seiner Familie 1933 nach Palästina aus. Mit 14 Jahren schliesst er sich der geheimen Gruppe Irgoun Tzwai Leumi an, die er 3 Jahre später wieder verlässt, da er mit der antiarabischen und reaktionären Linie der Gruppe nicht einverstanden ist. Er ändert seinen Namen mit 18 Jahren. 1946 gründet er die Gruppe "Junges Palästina", die auch unter dem Namen ihrer Zeitschrift Bama?avak (Kampf) bekannt ist, die wegen ihrer Position für Unruhe sorgt: die jüdische Gemeinschaft Palästinas als natürlicher Verbündeter der Araber. Im September 1947 veröffentlicht er sein erstes Buch: "Krieg oder Frieden in der semitischen Region", in dem er sich für eine Annäherung der nationalen jüdischen und palästinensischen Bewegungen ausspricht, um das Land zu befreien und eine "semitische Gemeinde" und einen gemeinsamen Markt zu schaffen, im Rahmen der aufstrebenden Dritte Welt Länder. Als der Krieg ausbricht, schliesst er sich der Armee an und kämpft in Jerusalem und an der ägyptischen Grenze. Als Schwadronschef wird er verletzt und schliesslich 1949 demobilisiert.
Seine Kriegsberichte, veröffentlicht von der Tageszeitung Ha?aretz, erscheinen in Buchform mit dem Titel "In den Feldern der Philister, 1948" und werden zum Bestseller. Das darauffolgende Buch "Die Kehrseite der Medaille", das die dunklen Aspekte des Krieges, vor allem die Deportierung der Palästinenser, beschreibt, wird boykottiert. 1949 beginnt er als Leitartikler beim Ha?aretz und verlässt die Zeitung bereits ein Jahr später wieder, um gegen die Zensur seiner Meinung zu protestieren, vor allem die Zensur seiner Kritik an der Enteignung palästinensischen Landes durch die Regierung Ben Gurion.
Im April 1950 übernimmt er die Leitung eines totgesagten Familienmagazins und verwandelt es in eine einmalige Einrichtung. Haolam Hazeh hat durch seinen ätzenden und anklagenden Stil, der ihm sowohl Bewunderung als auch Hass entgegenbrachte, einen Stil geschaffen, den die israelische Presse 40 Jahre lang nachzuahmen versucht hat. Seit Anfang der 50er Jahre war er ein Anhänger der Idee zur Schaffung eines palästinensischen Staates und übernimmt die Verteidigung der Palästinenser Israels, der orientalischen Juden und der Frauen.
Für den Klan Ben Gurion werden Avnery und seine Zeitung rasch zum Staatsfeind Nummer 1. Mehrere Attentate wurden gegen ihn seine Zeitung und die Druckerei verübt. Für seine Kritik am schrecklichen Massaker von Qibya im Jahre 1953, wurde er Opfer eines Hinterhaltes und man brach ihm beide Hände. 1975 wurde er Opfer eines versuchten Mordanschlags und der Täter wurde für verrückt erklärt. Uri selbst kam mit mehreren Stichverletzungen davon. Die Büros und Archive der Zeitung wurden während eines Brands im Jahre 1972 völlig zerstört.
1965 veranlasste die Schaffung eines Gesetzes, das speziell auf dieses "gewisse Magazin", wie Ben Gurion es ausdrückte, abzielte, Avnery zur Gründung einer politischen Partei, die denselben Namen trug wie die Zeitung. Diese Bewegung der neuen Kraft stellte sich den Wahlen und Avnery hielt Einzug in die Knesset. 1969 erhielt die Partei zwei Sitze. Im Laufe der acht Jahre, hält der Parlamentarier Avnery mehr als 1000 Ansprachen und ergriff gewisse Initiativen. Seine heftige Kritik am zionistischen System brachten ihm diesen Ausruf von Golda Meir ein: "Ich bin dazu bereit, auf die Barrikaden zu gehen, um Avnery aus der Knesset hinauszuwerfen!" 1969 veröffentlicht er ein Buch über seine Tätigkeit in der Knesset: "Einer gegen 119".
Am 5. Tag des Sechs-Tage-Krieges, adressiert er einen Brief an Premierminister Levi Eshkol und verlangt von ihm den Palästinensern die Möglichkeit zu bieten, einen Staat auf den Territorien zu gründen, die die Zionisten gerade besetzen. Lange war er der einzige Anhänger dieser Idee, die er seit 1948 vertritt und für die er 1957 einen detaillierten Plan veröffentlicht hat.
Sein Zwei-Staaten Vorschlag wurde in einem 1971 von der PLO in Beirut veröffentlichten Buch von Camille Mansour angegriffen (erschienen auf französisch und arabisch mit dem Titel "Uri Avnery et le néo-sionisme"). Doch 1974, als die PLO ihre Position verändert, knüpft Avnery geheime Verbindungen mit den Verantwortlichen und hält auch treu den Premierminister Itzhak Rabin auf dem Laufenden. Auf palästinensischer Seite werden die Kontakte durch Saïd Hamami aufrechterhalten, dem Verantwortlichen der PLO in London, der 1978 einem Attentat zum Opfer fällt.
Im Dezember 1975 entsteht der israelische Rat für den israelisch-palästinensischen Frieden, der von Avnery gefördert wird. Er erzählt die Geschichte des Dialogs mit seinem neuen Gesprächspartner Issam Sartaoui in seinem Buch "Mein Freund, der Feind".







NACH MONATEN eines zähen und bitteren Wettrennens und gnadenlosen Kampfes hat Barak Obama seine beeindruckende Rivalin Hillary Clinton besiegt. Er hat ein unglaubliches Wunder vollbracht : Das erste Mal in der Geschichte wurde ein Schwarzer ein glaubwürdiger Kandidat für die Präsidentschaft des mächtigsten Landes der Welt.
Und was tat er als erstes nach diesem erstaunlichen Sieg? Er rannte zur Konferenz der Israel-Lobby, zu AIPAC, und hielt dort eine Rede, die alle Rekorde der Unterwürfigkeit und Liebedienerei brach.
Dies ist schockierend. Noch schockierender ist die Tatsache, dass niemand schockiert war.
ES WAR eine triumphale Konferenz. Sogar diese mächtige Organisation hatte noch nie so etwas erlebt. 7000 jüdische Funktionäre aus allen US-Staaten waren zusammengekommen, um die Unterwerfung der ganzen Washington Elite, die zum Kowtow erschienen war, zu akzeptieren. Alle drei hoffnungsvollen Präsidentenanwärter hielten Reden und versuchten, einander mit Schmeicheleien zu übertreffen. Dreihundert Senatoren und Mitglieder des Kongresses bevölkerten die Korridore. Jeder, der gewählt und wieder gewählt werden wollte, jeder, der überhaupt irgendwelche politische Ambitionen hatte, kam, um zu sehen und gesehen zu werden.
Das Washington von AIPAC gleicht dem Konstantinopel der byzantinischen Herrscher auf dem Höhepunkt ihrer Macht.
Die Welt sah zu und wunderte sich. Die israelischen Medien waren begeistert. In den Hauptstädten der Welt wurden die Ereignisse aufmerksam zur Kenntnis genommen und Schlussfolgerungen gezogen. Alle arabischen Medien berichteten ausführlich darüber. Aljazeera widmete diesem Phänomen eine Diskussion von einer Stunde.
Die extremsten Schlussfolgerungen der Professoren John Mearsheimer und Stephen Walt wurden in ihrer Gänze bestätigt. Am Vorabend ihres Besuches nach Israel – am kommenden Donnerstag – stand die Israel-Lobby im Zentrum des politischen Lebens der USA und der ganzen Welt .
WARUM EIGENTLICH? Warum glauben die Kandidaten der amerikanischen Präsidentschaft, dass die Israel-Lobby so absolut wichtig für ihre Wahl ist?
Die jüdischen Stimmen sind natürlich wichtig, besonders in mehreren wichtigen Staaten die das Ergebnis entscheiden werden. Aber die afrikanisch-amerikanische Wählerschaft ist größer und die spanische Gemeinde auch. Obama hat Millionen junger Wähler auf die politische Bühne gebracht. Zahlenmäßig ist die arabisch-muslimische Gemeinschaft in den USA auch kein unbedeutender Faktor.
Einige sagen, dass es das jüdische Geld sei, das ausschlaggebend sei. Die Juden sind reich. Vielleicht geben sie mehr als andere für Politisches . Aber der Mythos über das mächtige jüdische Geld hat einen antisemitischen Klang. Schließlich haben auch andere
Lobbys und vor allem die großen multinationalen Unternehmen erhebliche Geldsummen an Obama (und seine Gegner) gegeben. Und Obama verkündete stolz, dass er hunderttausend gewöhnliche Bürger dahin gebracht habe, ihm kleine Summen zu spenden, die sich auf Dutzende von Millionen beliefen.
Stimmt, es ist bewiesen worden, dass die jüdische Lobby fast immer die Wahl eines Senators oder eines Kongressmitgliedes blockieren kann, der nicht eifrig nach der israelischen Flöte tanzt. Bei einigen exemplarischen Fällen, (die wirklich als exemplarisch geplant worden waren) hat die Lobby populäre Politiker besiegt, indem sie ihre politische und finanzielle Macht für die Wahl eines praktisch unbekannten Rivalen eingesetzt hat.
Aber bei der Wahl eines Präsidenten?
DIE OFFENSICHTLICHE Kriecherei Obamas gegenüber der Israel-Lobby überragt ähnliche Bemühungen anderer Kandidaten.
Warum? Weil er seinen schwindelerregenden Erfolg bei den Vorwahlen seinem Versprechen verdankt, die Politik zu verändern, der verkommenen Praxis Washingtons ein Ende zu setzen und die alten Zyniker mit einer jungen, tapferen Person zu ersetzen, die mit ihren Prinzipien keine Kompromisse eingeht.
Und siehe da – das erste, was er macht, nachdem er seine Nominierung seiner Partei abgesichert hat: er kompromittiert seine Prinzipien. Und wie!
Das was ihn von Hillary Clinton und auch von John McCain haushoch unterscheidet, ist seine kompromisslose Haltung gegenüber dem Irakkrieg vom ersten Augenblick an . Das war mutig. Das war unpopulär. Das war völlig gegen die Israel-Lobby, die insgesamt George Bush dahin antrieb, den Krieg zu beginnen, um Israel von einem feindlichen Regime zu befreien.
Und jetzt kommt Obama und kriecht im Staub zu Füßen der AIPAC und nimmt einen völlig anderen Weg auf, um eine Politik zu rechtfertigen, die völlig gegen die eigenen Ideen geht.
Nun gut, er versprach, Israels Sicherheit mit allen Mitteln zu schützen. Das ist üblich. Nun gut, er sprach dunkle Drohungen gegen den Iran aus, obwohl er versprochen hat, sich mit dessen Führer zu treffen und alle Probleme friedlich zu lösen. Nun gut, er versprach, unsere drei gefangenen Soldaten zurückzubringen (irrtümlicherweise glaubt er, dass alle drei Gefangene der Hisbollah seien – ein Irrtum, der nebenbei zeigt, dass er sehr oberflächliche Kenntnisse unserer Angelegenheiten hat.)
Aber seine Erklärung über Jerusalem sprengt alle Grenzen. Es ist keine Übertreibung, dies skandalös zu nennen.
KEIN PALÄSTINENSER, kein Araber, kein Muslim wird mit Israel Frieden machen, wenn der Haram-al-Sharif (auch Tempelberg genannt), einer der drei heiligsten Stätten des Islam und das herausragende Symbol des palästinensischen Nationalismus, nicht unter palästinensische Herrschaft kommen wird. Es ist eines der Kernprobleme des Konfliktes.
Genau deswegen wurde die Camp-David-Konferenz abgebrochen, obgleich der damalige Ministerpräsident Ehud Barak bereit war, Jerusalem in irgend einer Weise zu teilen.
Nun kommt Obama und holt vom Müllplatz den abgedroschenen Slogan vom „ungeteilten Jerusalem, die Hauptstadt Israels in alle Ewigkeit“ zurück. Seit Camp-David haben alle israelischen Regierungen verstanden, dass dieses Mantra ein unüberwindliches Hindernis für irgend einen Friedensprozess ist. Deshalb ist es aus dem Arsenal offizieller Slogans verschwunden - ganz still, fast geheim. Nur die israelische (und amerikanisch-jüdische) Rechte hält daran fest, und aus demselben Grund, um schon von Anfang an jede Chance für einen Frieden zu ersticken, der einen Abbau der Siedlungen nötig machen würde.
Bei früheren US-Präsidentschafts-Vorwahlen dachten die in Frage kommenden Kandidaten, es genüge zu versprechen, dass die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen solle. Nach der Wahl hat niemals einer der Kandidaten sein Versprechen erfüllt. Alle waren vom Außenministerium überzeugt worden, dass dies die grundsätzlichen Interessen der US verletze.
Obama ging viel weiter. Es ist möglich, dass es nur ein Lippenbekenntnis ist und dass er sich sagte: Nun gut, ich muss dies sagen, um gewählt zu werden – danach, Gott wird schon helfen.
Aber selbst so kann die Tatsache nicht ignoriert werden: die Angst der AIPAC ist so schrecklich, dass selbst dieser Kandidat, der alles zu verändern verspricht, es nicht wagt. Bei dieser Sache akzeptiert er die Washington-Routine alten Stils. Er ist bereit, die grundsätzlichsten amerikanischen Interessen zu opfern. Schließlich hat die USA vitale Interessen, einen israelisch-palästinensischen Frieden zu erreichen, der es erlaubt, Wege zu den Herzen der arabischen Massen vom Irak bis nach Marokko zu finden. Obama hat sein Image in der islamischen Welt beschädigt und seine Zukunft schwer belastet – falls er zum Präsidenten gewählt werden würde.
VOR 65 JAHREN standen die amerikanischen Juden hilflos da, während Nazi-Deutschland ihre Brüder und Schwestern in Europa auslöschten. Sie waren nicht in der Lage, Präsident Franklin Roosevelt zu überzeugen, etwas Wesentliches zu tun, um den Holocaust zu stoppen. (gleichzeitig wagten Afro-Amerikaner nicht, zu nahe an die Wahllokale zu kommen, weil sie Angst vor den Hunden hatten, die man auf sie ansetzte).
Was hat dem amerikanisch-jüdischen Establishment den schwindelerregenden Zugang zur Macht verholfen? Organisatorisches Talent? Geld? Aufstieg auf der sozialen Leiter? Die Scham, dass sie während des Holocausts versagten?
Je mehr ich über dieses eigenartige Phänomen nachdenke, um so mehr komme ich zu der Überzeugung (über die ich auch schon in der Vergangenheit schrieb), das, was wirklich entscheidend ist, sind die Ähnlichkeiten zwischen dem amerikanischen und dem zionistischen Unternehmen : beides, auf dem spirituellen wie auch auf praktischem Gebiet. Israel ist ein kleines Amerika und die USA ein großes Israel.
Die Passagiere der Mayflower flohen wie die Zionisten der ersten und zweiten Aliya (Auswanderungswelle) aus Europa und nahmen eine messianische Vision mit sich : entweder eine religiöse oder eine utopische.( Die frühen Zionisten waren zwar meistens Atheisten, aber religiöse Traditionen hatten einen mächtigen Einfluss auf ihre Vision) Die Gründer der amerikanischen Gesellschaft waren „Pilger“, die zionistischen Immigranten nannten sich selbst „olim“ – eine Abkürzung für olim beregel, „Pilger.“ Beide segelten zu einem „verheißenen Land“ und glaubten, sie seien Gottes auserwähltes Volk .
Beide litten sehr in ihrem neuen Land. Beide sahen sich als „Pioniere“, die die Wüste zum Blühen bringt, ein „Volk ohne Land für ein Land ohne Volk“. Beide ignorierten völlig die Rechte der einheimischen Bevölkerung, die sie als Untermenschen und Wilde und Mörder betrachteten . Beide sahen den natürlichen Widerstand der lokalen Bevölkerung als einen Beweis für ihren eingeborenen mörderischen Charakter an, der sogar die schlimmsten Grausamkeiten rechtfertigte. Beide trieben die Eingeborenen hinaus und nahmen ihr Land ein, als ob es das Normalste wäre, mit der einen Hand am Pflug und mit der Bibel in der anderen Hand auf jedem Hügel und unter jedem Baum zu siedeln.
Israel tat zwar nichts, das einem Genozid gegen die eingeborenen Amerikaner gleichkommt oder etwas wie die Sklaverei, die viele Generationen lang in den USA bestand. Aber da die Amerikaner diese Brutalitäten aus ihrem Bewusstsein verdrängt haben, hindert sie das nicht, sich selbst mit den Israelis zu vergleichen. Es scheint so, dass es im Unterbewussten beider Nationen ein Ferment unterdrückter Schuldgefühle gibt, das sich in der Leugnung vergangener Taten , in Aggressivität und Anbetung der Macht äußert.
WIE KOMMT es, dass ein Mann wie Obama, der Sohn eines afrikanischen Vaters, sich so vollständig mit den Taten der früheren Generationen der weißen Amerikaner identifiziert?
Es zeigt wieder einmal, wie mächtig sich im Bewusstsein einer Person Mythen verwurzeln können, dass sie sich hundertprozentig mit dem eingebildeten nationalen Narrativ identifizieren. Dem könnte noch das unbewusste Bedürfnis hinzugefügt werden, zu den Siegern zu gehören – wenn möglich.
Deshalb akzeptiere ich die Spekulation mit Vorbehalt: „Nun gut,er muss so reden, um gewählt zu werden. Einmal im Weißen Haus, dann wird er zu sich selbst zurückkommen.
Ich bin darüber nicht so sicher. Es könnte sich herausstellen, dass diese Ideen wirklich seine geistige Welt so beherrschen.
Eines ist für mich sicher: Obamas Erklärungen bei der AIPAC-Konferenz sind sehr, sehr schlecht für den Frieden. Und was für den Frieden schlecht ist, ist auch schlecht für Israel und schlecht für das palästinensische Volk.
Wenn er, einmal gewählt, daran festhält, wird er - was den Frieden zwischen den beiden Völkern in diesem Land betrifft – gezwungen sein, zu sagen: „No, I can’t“ –nein, ich kann nicht!“



Dieser Text wurde frei zur Verfügung gestellt und stammt im Original von hier: zope.gush-shalom.org/home/en/channels/avnery/1212871846/
und wurde von übersetzt von Ellen Rohlfs

Vielen Dank an dieser Stelle an Ellen Rohlfs und Uri Averny
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