Da geben sich aber alle ganz schön Mühe Wikileaks eins aus zu wischen.
Amazon, Paypal, Washington und Paris machen Druck...
# Am Donnerstag verkündete der Internethändler Amazon, bei dem man auch Internet-Speicherplatz anmieten kann, man werde die WikiLeaks-Dokumentensammlung von den eigenen Servern verbannen. WikiLeaks habe gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Ein Kunde müsse Rechte an verbreiteten Inhalten haben, und diese dürften niemandem schaden. Zitat: "Es ist klar, dass WikiLeaks nicht über die Rechte an den vertraulichen Dokumenten verfügt." Und angesichts von mehr als 250.000 US-Diplomatendepeschen sei nicht gesichert, dass Unschuldige ausreichend geschützt seien.
# Und seit Freitagmorgen ist die gewohnte Internetadresse wikileaks.org nicht mehr zu erreichen - veranlasst durch den US-Dienstleister EveryDNS. Derzeit ist WikiLeaks unter anderem über die Schweizer Adresse wikileaks.ch zu erreichen, eine offizielle Ausweichadresse, die auf die Piratenpartei des Landes registriert ist. Auch wikileaks.de funktioniert.
# Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sucht auch die französische Regierung derzeit nach Wegen, WikiLeaks aus dem eigenen Land zu vertreiben. Industrieminister Eric Besson habe an Ministerialbeamte einen Brief geschrieben, in dem unter anderem folgende Aufforderung zu lesen sei: "Ich bitte Sie, mir so bald wie möglich mitzuteilen, welche Handlungsmöglichkeiten wir haben, damit diese Internetseite nicht mehr in Frankreich gehostet wird." Die Situation sei nicht akzeptabel. Eine Seite, die "Geheimnisse diplomatischer Beziehungen verletzt und Menschen in Gefahr bringt", dürfe nicht auf einem Server in Frankreich beheimatet sein. Grund für die Intervention des Ministers: Eine Kopie von WikiLeaks liegt derzeit auch auf den Servern des französischen Unternehmens OVH - nach der Verbannung durch Amazon.
Alles in allem machen die Regierungen Druck, nichts weiter. Die Nutzungsbedingungen wurden schon seit Jahren verletzt wenn man es genau nimmt, und nun plötzlich kommt man erst damit? Welcher Zufall aber auch...
Aber man kann Wikileaks die Adresse ruhig nehmen, man findet sie doch wieder
Wir schlafen nun mal nicht mehr auf den Bäumen
