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War die Energiewende sinnvoll?
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THEMA: War die Energiewende sinnvoll?
#15474
War die Energiewende sinnvoll? vor 8 Monaten  
Egal ob man dafür oder dagegen ist, sollte man sich schon ernsthaft die Fragen stellen, ob es Sinn macht unsere Atomanlagen so kurzfristig abzuschalten, obwohl Atomanlagen um uns herum weiter betrieben werden (Frankreich hat einen Großteil der Anlagen an die deutsche Grenze gebaut) oder wie in Tschechien und in anderen Ländern um uns herum neu erstellt werden. Keiner weiß genau wie die Sicherheitsstandards dieser Atomoanlagen sind. Schliesslich werden wir weiter günstigen Atomstrom dazu kaufen müssen, damit die Stromkalkulation halbwegs funktioniert. Außerdem verschlechtern wir durch den Bau neuer Kohlekraftwerke unsere Ökobilanz. Auch stellt sich die Frage nach den wirtschaftlichen Konsequenzen. Die Exportindustrie ist der wesentliche Wachstumsmotor unserer Wirtschaft. Auch der Mittelstand und die Haushalte möchten auf Dauer sicher und kostengünstig mit Strom versorgt werden.

So schön die Ökostromerzeugung ist, stellt sie doch die Frage nach einer soliden Dauerversorgung. Während die Gewinner überwiegend die Solar- und Biogasbetreiber und all die anderen Investoren sind, muss der Verbraucher für die auferlegten Subventionen ordentlich in die Tasche greifen. Insgesamt kommen da mal schnell 5 cts/kWh mit deutlichen Steigerungsraten zustande.

Heißt es doch, was wir da machen ist "alternativlos", schafft Arbeitsplätze und sichert die Zukunft. Ist es in Anbetracht der weltweiten Entwicklung wirklich so?
anton
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Letzte Änderung: 20.09.2011 17:51 von anton.
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#15479
Aw: War die Energiewende sinnvoll? vor 8 Monaten  
In meinen Augen steckte nur der Sinn dahinter zu verhindern das die Grünen noch mehr an Wählerstimmen gewinnen.
Kein Thema, Fukushima ist eine Katastrophe und hat gezeigt wie gefährlich Atomstrom sein kann, und hat an Tschernobyl erinnert. Was ein Nachdenken über atomstrom begründet.
Sinnfrei ist aber da unsere Götter in Berlin spontan auf die Idee kommen mit einem Ruck den deutschen Atomstrom zu überdenken. Normalerweise mahlen die Mühlen in sehr gemächlich, aber da wurde schon mit Lichtgeschwindigkeit gemahlen, und erkannt was jeder schon wusste. Zappzerapp werden die Meiler stillgelegt.

Sorry für mich ein Hohn und reines einschleimmen bei der Masse ohne Sinn und Verstand. Nicht mehr und nicht weniger. Würde man Sicherheitstechnisch in die Meiler, investieren und die Teile am Stand der Technik laufen lassen wäre alles gut. Zeitgleich sollten sie in die Forschung nach alternativen Energien, bzw. Sicherheit von Atomstrom und Atommüllaufbereitung investieren. Aber es wird ohne Sinn und Verstand einfach mal abgeschalltet.

Ein Langzeitplan und gezielte starke Investition in die Forschung mit System wäre besser.
Rahbaber
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#15480
Aw: War die Energiewende sinnvoll? vor 8 Monaten  
Rahbaber schrieb:

Würde man Sicherheitstechnisch in die Meiler, investieren und die Teile am Stand der Technik laufen lassen wäre alles gut.

Wenn aber alles gut ist, dann passiert nichts. Warum auch? Es ist ja alles gut.
Dann wird von den Konzernen blockiert, weil die dann immer so weiter machen wollen.

Die Macht der Energieunternehmen ist das Problem, ihr Einfluss in der Politik. Darum ist es gut, wenn man ihnen ihr Spielzeug wegnimmt.

Natürlich wird dadurch nicht alles besser. Sie werden weiterhin ihren Einfluss nutzen, um alle übers Ohr zu hauen.

Die Konzentration auf alternative Energieerzeugung könnte aber durchaus positive Effekte mit sich führen, wenn man da an den Export denkt.
Rudi
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#15481
Aw: War die Energiewende sinnvoll? vor 8 Monaten  
@ anton

Außerdem verschlechtern wir durch den Bau neuer Kohlekraftwerke unsere Ökobilanz.
Wenn es um die Ökobilanz geht, ist man in anderen Richtungen doch auch nicht zimperlich, denn man baut Autos aus Aluminium und verkauft sie als besonders Umweltfreundlich, denn sie brauchen ja deutlich weniger Treibstoff, vermeiden dabei aber zu erklären, was diese Fahrzeuge an Energie benötigen, um es überhaupt einmal herzustellen.
Oder gehen wir zu diesen Hybridfahrzeugen, die lediglich regelrechte Umweltsäue sind, wenn man das ganze betrachtet.
Würde man die Energiebilanz ansehen, würden die Leute graue Haare bekommen.
Oder was ist mit Computern, den massig vorhandenen Servern usw.?!
Wir reden über Atomenergie, machen uns aber keine Gedanken darüber, das wir mal langsam anfangen müssen, den verbrauch deutlich zu verringern.
Wie kommt es das wir unsere Leitungsspannung immer weiter erhöhen und Geräte mit 230V laufen lassen, während Japaner die gleichen Geräte mit 100V betreiben?
Und warum verschlechtern die Kohlekraftwerke die Ökobilanz? Baut man die richtigen Filtersysteme, dürfte doch alles kein Problem mehr sein - macht man bei Autos doch auch, denn auch dort wird lediglich ein Filter vor gebaut, damit man die Technik an sich nicht ändern muß. Wo ist also der Unterschied?

Sicher, die AKW müssen weg, keine Frage.
Aber müssen wir uns statt dessen diese idiotischen Windräder in die Landschaft stellen, weil verschiedene Leute nicht wollen das andere Energien genutzt werden oder hängt immer noch die Energiewirtschaft dahinter, die weiterhin die Kontrolle behalten will?
Am Beispiel der Universität Bielefeld ist zu erkennen, das man sich sehr wohl unabhängig machen kann, was die Energieversorgung angeht, doch hier will man immer noch alles mit Windrädern und Solarzellen voll bauen, obwohl man von letzteren weiß, das sie eine schlechte Ausbeute bescheren - zumal Silizium seltener wird und natürlich deutlich teurer und Solarzellen viel zu wenig Energie produzieren (Energiebilanz).

@ Rahbaber

Da wollen nicht nur die Grünen Wählerstimmen fangen, aber genau diese Stimmfänger zu den eben auch die Grünen zählen, sind nicht wirklich ernst zu nehmen wenn es um die Umwelt geht.
Wenn man tatsächlich in der Politik so besorgt wäre, gäbe es schon lange eine andere Dienstwagenflotte, die ganz sicher nicht aus A8 bestehen würde, aber da heißt es dann ja, das diese Fahrzeuge den Ministern, Staatssekretären usw. zustehen.
Ja was will man machen, wenn die einem doch zustehen kann man sie nicht einfach abschaffen. Da wird selbst das Grundgesetz in vielen Teilen schneller geändert, als das auch nur einer der Umweltpolitiker tatsächlich mal bei sich anfängt.
Was in der Denkweise in Berlin anders geworden ist: Nichts!
Die angeblichen Ökos bei den Grünen sind in meinen Augen nur Aufschneider (Fischer ist ja schon bei BMW tätig und sackt sich das Geld ein und hat ganz sicher kein grünes Gewissen mehr).
Die CDU mit Merkel kann man nicht ernst nehmen, denn selbst eine Kuh hat mehr Ahnung von Umwelt; Merkel sorgt nur dafür das die Industrie weiterhin Geld scheffeln kann.
Würde die Windenergie keinen Milliardensubventionen bekommen (In 2009 waren es schon 7,5 Milliarden €!)gäbe es diesen Zweig überhaupt nicht.
Gehen wir dann zur Fahrzeugtechnik der Automobilhersteller, gibt es keine Gesetzlichen Vorgaben, denn Fahrzeuge verbrauchen nicht wirklich weniger, sondern nur umgerechnet auf das Gewicht! Tatsächlich aber werden die Autos immer schwerer, weil immer mehr Schnickschnack eingebaut bekommen.
Was soll ein Pollenfilter, wenn doch irgendwann die Fenster oder Türen aufgehen - woher wissen die Pollen das sie nicht ins Auto dürfen?
Was sollen zig Fahrassistenten, können die Fahrer nicht mehr selbst denken und fahren, haben sie nicht mehr den Überblick? Dann sollen sie nicht mehr fahren, sondern sich fahren lassen, mit Bus, Taxi oder Bahn fahren...
Auch wenn es nicht dazu gehört, aber der Gesetzgeber macht im Grunde nur dann etwas, wenn es gegen uns geht. Das beste Beispiel ist die Idee der Erhöhung des Bußgeldes, wenn jemand als Fahrer während der Fahrt telefoniert.
Es wäre ganz einfach eine technische Lösung zu finden, das ein Handygespräch nur dann angenommen werden kann, wenn der Motor aus ist und ansonsten der Funkkontakt unterbrochen ist, das jedes Auto mit Freisprechanlage ausgerüstet sein muss - die gleichzeitig eine Art AB sein kann, usw.
Alles machbar, aber man kann ja besser Bußgelder nehmen, damit die Kassen gefüllt werden.
Wer dem Verkehrsminister glaubt, das es um Sicherheit geht, dem ist nicht zu helfen.
Um noch einmal kurz auf den Atomstrom zu kommen:
Seit dem ersten AKW hat noch niemand ein Endlager entdeckt, das so sicher ist das nichts passiert. Wäre das in anderen Bereichen so gewesen, gäbe es diesen Bereich schon lange nicht mehr.
Hier muß viel Taschengeld geflossen sein, damit die AKWs überhaupt noch existieren.
Und sehe ich mir jetzt die Elektroautos an kann man auch nur mit dem Kopf schütteln. Die Konzerne erzielen sich Jahr für Jahr mehr und mehr Gewinne und lassen sich die Forschung für Elektroautos noch von der Bundesregierung bezahlen.

Wo bitte sind wir denn hier???

@ Rudi

Nein, nicht die Energiekonzerne sind das Problem, sondern unsere Rückgratlosen Politiker wie Merkel.
Nicht Merkel und die erbärmliche Bundesregierung macht die Energiepolitik, sondern RWE und Eon, Vattenfall... selbst die kleinen regionalen Versorger tanzen auf den Tischen.

Was als erstes Passieren muß:
Unternehmen müssen eigene Minikraftwerke bekommen (Brennstoffzelle), damit sei völlig unabhängig sind.
Damit ist gewährleistet das kein Netz zusammenbrechen kann und die Versorgung angepasst werden kann, sie ist sehr viel billiger als herkömmliche Versorgung.
Das ganze lässt sich sogar im Miniformat für Häuser bauen, die Idee ist nämlich schon so alt wie der Strom, hat sich aber nicht durchgesetzt (wen wundert es, denn schon damals hat man verstanden das viel Geld zu verdienen ist, wenn man erst einmal eine Monopolstellung hat).
Wären Unternehmen , egal welcher Größe, völlig unabhängig hätten wir gravierende Vorteile.
Wenn das funktioniert, könnte man dazu übergehen alle öffentlichen Gebäude damit auszustatten, Privathäuser usw.

Die jetzige Art und Weise der alternativen Energie ist für mich bislang nur Augenwischerei.
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