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Vatikan versucht sich reinzuwaschen
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THEMA: Vatikan versucht sich reinzuwaschen
#2161
Vatikan versucht sich reinzuwaschen vor 4 Jahren, 7 Monaten  
Quelle: Spiegel.de
Link: www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,1518,509859,00.html

Vatikan-Buch spricht Tempelritter frei

700 Jahre lang galten sie als Ketzer, jetzt schreibt der Vatikan selbst einen Teil seiner Geschichte um. Ein lange verschollenes Dokument, das jetzt veröffentlicht werden soll, belegt: Der Papst hat die Tempelritter schon 1314 vom Vorwurf der Gotteslästerei freigesprochen - und um Verzeihung gebeten.

Berlin - Sie haben unzählige Bestseller inspiriert und für Millionenerfolge in Hollywood gesorgt. Doch für die Katholische Kirche sind die Tempelritter seit dem 14. Jahrhundert nur eins: Ketzer. Sie sollen auf das Kreuz gespuckt und die Existenz von Jesus geleugnet haben - ihr Orden wurde darum 1314 von Papst Clemens V. brutal aufgelöst. Hunderte wurden gefoltert und getötet.

Diese historische Gewissheit wird nun von höchster Stelle erschüttert - durch ein Buch aus dem Vatikan. Das am 25. Oktober erscheinende Werk "Processus contra Templarios" basiere auf neuen Dokumenten aus dem Geheimarchiv des Vatikan und wasche die Tempelritter von allen Vorwürfen rein, berichtet der britische "Daily Telegraph".

"700 Jahre lang haben wir geglaubt, dass die Tempelritter als verfluchte Menschen starben. Dieser Fund spricht sie frei", sagte Professorin Barbara Frale, Angestellte des Geheimarchivs, der Zeitung.

Das Buch basiert auf dem "Chinon-Pergament", benannt nach dem französischen Ort Chinon. Das Dokument war lange verschollen, weil es laut Frale falsch archiviert war. Erst 2001 entdeckte die Vatikan-Archivarin das Pergament, jetzt wird es öffentlich gemacht. Es enthält die Protokolle der Anhörungen der Tempelritter vor Papst Clemens und endet laut "Telegraph" mit der päpstlichen Absolution für den Orden.

Der Kreuzritterorden der Tempelritter war 1119 in Jerusalem gegründet worden, mit dem Ziel, christliche Pilger auf dem Weg in die Heilige Stadt zu schützen. Ihre Zentrale schlugen sie in der eroberten al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg auf - daher der Name Tempelritter.

Das Ende des Ordens kam 1307, als der französische König Philipp IV. die reichen Templer ins Visier nahm, ihre Häuser durchsuchen ließ und ihr Vermögen beschlagnahmte. Der Vorwurf lautete auf Ketzerei. Nach dem Einschalten der Inquisition verbot Papst Clemens V. den Orden im Jahr 1314.

Laut "Telegraph" enthüllt das "Chinon-Pergament", dass der Papst damals wider besseres Wissen und nur unter dem Druck des Königs handelte. In den Anhörungen hätten die Templer zwar bestätigt, dass zu ihren Aufnahmeriten auch das Spucken auf das Kreuz und das Leugnen Jesu? zähle. Damit hätten sie jedoch nur die Demütigungen nachgeahmt, die sie erleiden würden, wenn sie in muslimische Hände fielen.

Der Papst habe sich gezwungen gesehen, die Tempelritter nach den Anhörungen um Vergebung zu bitten, sagte Frale dem "Telegraph". "Dies ist der Beweis, dass die Tempelritter keine Ketzer waren."

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Soviel ich weiß, kann das gar nicht so sein. Wäre das so gelaufen, hätte es nie die päpstliche Bulle gegeben, die vorsah alle Templer auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.
"Protokolle der Anhörungen" Wie süß, alle sind furchtbar gefoltert worden um Geständnisse zu bekommen.
Auf einmal war alles ein Versehen:huh:?? Wer glaubt das denn?
leo.s.
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#2163
Re: Vatikan versucht sich reinzuwaschen vor 4 Jahren, 7 Monaten  
Das beste an dem Artikel ist doch:

Das Buch basiert auf dem "Chinon-Pergament", benannt nach dem französischen Ort Chinon. Das Dokument war lange verschollen, weil es laut Frale falsch archiviert war

Als ob wir uns das nicht gedacht hätten. Die hätten mal in dem selben Fach schauen sollen, was da sonst noch so liegt.

Klar wurden die Tempelritter der Ketzerei angeklagt mit der Zusage der Kirche. Die Kirche musste sich in dieser Zeit auch unterordnen und sich gut mit dem König stellen. Deswegen wurde dieser Handel ausgearbeitet, der die Templer in den sicheren Tod führte. Eine Auflehnung gegen den König war nicht möglich und es kommt natürlich auch auf den Papst an der regierte, wenn ihm die Macht oder Mut fehlte, dann war ein Widerstand schwierig
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#2167
Re: Vatikan versucht sich reinzuwaschen vor 4 Jahren, 7 Monaten  

Das beste an dem Artikel ist doch:

Das Buch basiert auf dem "Chinon-Pergament", benannt nach dem französischen Ort Chinon. Das Dokument war lange verschollen, weil es laut Frale falsch archiviert war

Als ob wir uns das nicht gedacht hätten. Die hätten mal in dem selben Fach schauen sollen, was da sonst noch so liegt.

Klar wurden die Tempelritter der Ketzerei angeklagt mit der Zusage der Kirche. Die Kirche musste sich in dieser Zeit auch unterordnen und sich gut mit dem König stellen. Deswegen wurde dieser Handel ausgearbeitet, der die Templer in den sicheren Tod führte. Eine Auflehnung gegen den König war nicht möglich und es kommt natürlich auch auf den Papst an der regierte, wenn ihm die Macht oder Mut fehlte, dann war ein Widerstand schwierig


Der französische König Philipp IV. war über beide Ohren bei den Templern verschuldet, die für damalige Zeiten (und wahrscheinlich für heute auch noch) ein riesen Vermögen angehäuft hatten. Sie besaßen einen Großteil der Ländereien in Frankreich und verwalteten am Ende auch die Staatskasse. Templer waren die ersten multinationalen Bankiers. Angenommen Du wolltest von Spanien nach Jerusalem "umziehen", das ganze Geld mitschleppen war zu diesen Zeiten sehr gefährlich, so konntest Du Dein Geld in Spanien bei den Templern einzahlen und bekamst von denen einen Scheck, den Du in Jerusalem wieder einlösen konntest.

Und der Papst war hinter einem Geheimnis der Templer her, welches sich 9 Templer anscheinend in den Resten des salomonischen Tempels nach dem I. Kreuzug in Jerusalem "ergruben". Hier ranken sich viele Geschichten darum, es ist vom "Heilgen Gral" die Rede. Durch die Macht, die sie in wenigen Jahrzehnten erlangten mussten sie weder Steuer zahlen, noch waren sie irgendjemanden verpflichtet. Sie hatten sogar eigene Beichtväter, um Geheimnisse nicht nach draußen gelangen zu lassen.

Die Templer wurden z.B. in Spanien und England bzw. Irland gar nicht verfolgt, sodass man sagen kann, dass Ihre Geschichte damals nicht zu Ende war, sondern höchstwahrscheinlich viel weiter reicht....
leo.s.
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