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Und wieder schließen Banken - und es sind sicher nicht die letzten
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THEMA: Und wieder schließen Banken - und es sind sicher nicht die letzten
#5206
Und wieder schließen Banken - und es sind sicher nicht die letzten vor 2 Jahren, 11 Monaten  
Immer mehr US-Banken brechen zusammen. Alleine in diesem Jahr sind es bisher 41 Geldinstitute, die geschlossen werden mussten und ein Ende ist nicht abzusehen. Trotz allen Beschwichtigungen ist die Finanzkrise schlimmer als befürchtet.
Am vergangenen Freitag mussten die Bank of Anthony (Kansas) mit einer Bilanzsumme von 157 Millionen Dollar, die Cooperative Bank (North Carolina) mit einer Bilanzsumme von 377 Millionen Dollar und die Southern Community Bank (Georgia) mit einer Bilanzsumme von 970 Millionen Dollar geschlossen werden.
In der Nacht zum Samstag (20.06.2009) schlossen die Behörden ein weiteres Kreditinstitut: die regionale Columbian Bank and Trust Company mit 752 Millionen Dollar an aktivem Geld und Einlagen von 622 Millionen Dollar im Bundesstaat Kansas.
Ebenso ist eine weitere US-Bank in Missouri ist in Schieflage geraten, die Citizens Bank and Trust. Um die Anleger zu schützen, wurde mit der Geldinstitut ein Abkommen geschlossen, wie der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) jetzt mitteilte.
Bereits im Mai dieses Jahres hatte die US-Hypothekenbank Thornburg Mortgage Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Konkursrechts gestellt. Die Bilanzsumme gab die Bank mit 24,3 Mrd. Dollar und die Verschuldung mit 24,7 Mrd. Dollar an. Zu den Kreditgebern gehören Angaben zufolge unter anderem die Citigroup, Credit Suisse, JPMorgan Chase & Co, Royal Bank of Scotland und die UBS. Thornburg Mortgage hatte sich auf Hypotheken im Volumen von mehr als 400.000 Dollar an Darlehensnehmer mit guter Bonität spezialisiert. Als der Wert der Hypotheken immer mehr zusammenschmolz, kam die Bank selbst in große Schwierigkeiten.
Die größte Bankenpleite in der US-Geschichte ereignete sich aber letztes Jahr: die US-Sparkasse Washington Mutual mit einer Bilanzsumme von 300 Milliarden (!) Dollar ging im wahrsten Sinne des Wortes bankrott.
Trotz Beschwichtigungen kann es die US-Regierung wohl nicht verhindern, dass immer mehr Banken zusammenbrechen. Die bisherige Bilanz:
2007: 3 Bankenpleiten
2008: 25 Bankenpleiten
2009: 41 Bankenpleiten (Stand 21.06.2009)
Gründe für die Bankenpleiten sind nicht zurückgezahlte Darlehen und der Konkurs von vielen Bauträgern. Die Zahl der geplatzten Immobilienkredite in den USA war im zweiten Quartal dieses Jahres um fast 14 Prozent gestiegen. Und ein Ende der Bankenpleiten in den Vereinigten Staaten ist nicht abzusehen; die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) stufte jetzt sogar 22 US-Geldinstitute zurück, da mit Verlusten über den bisherigen Erwartungen gerechnet wird. Die Herabstufung ist für die Banken eine Katastrophe, bedeutet sie noch mehr Vertrauensverlust und die Befürchtung, dass viele Kunden ihre Gelder abziehen werden, was weitere Pleiten zur Folge hätte.So geschehen im kalifornischen Pasadena. Letztes Jahr brach die Hypotheken- und Bausparbank Indymac zusammen, weil besorgte Anleger aus Angst um die Solidität der Bank in den elf Geschäftstagen mehr als 1,3 Milliarden Dollar (817 Mio Euro) abhoben. Ende März 2008 verfügte die Indymac über Einlagen von 19,06 Milliarden Dollar. Die Aktien von waren angesichts von hohen Verlusten des Unternehmens wegen der Immobilienkrise eingebrochen.


Schauen wir doch mal wie es weitergeht. Auf jeden fall sind wir noch nicht am Tiefpunkt angekommen und werden noch weiter in den Keller stürzen.
Da scheint wohl bei den Kunden das Vertrauen so schnell nicht wiederhergestellt werden zu können...
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Sie weiß es nur nicht.
 
#5220
Re: Und wieder schließen Banken - und es sind sicher nicht die letzten vor 2 Jahren, 10 Monaten  
Dass ist ein Punkt mit dem sich ältere Menschen wohl kaum mit anfreuden werden, leider. Aber wie aktuelle Beispiele aus der Familie zeigen, anscheinend
haben Bankberater doch noch einen hauch von Glaubwürdigkeit. Nur nicht bei mir.
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#5221
Re: Und wieder schließen Banken - und es sind sicher nicht die letzten vor 2 Jahren, 10 Monaten  
Ich gehöre auch zu den etwas älteren und habe noch nie einem Banker von hier bis um die Ecke getraut!
Banken wollten bisher immer nur das beste von uns - unser sauer verdientes Geld.
Andererseits haben die meisten Großanleger selbst Schuld, weil sie den Hals nicht voll bekommen konnten und Geldgeil sind was das Zeug nur hält und wollen immer mehr und mehr.

Wir hatten hier vor Jahren einen interessanten Fall, bei dem ein Unternehmen - ein doch recht dubioses - Geldanlegern 25% Rendite versprochen hat.
Ich meine, wer so dämlich und naiv ist hat es nicht besser verdient, sein Geld zu verlieren.
Das ganze ging damals durch die Medien wie verrückt...



Hier der Artikel mal dazu, obwohl er ja mit dem Bankencrash so nicht viel zu tun hat, aber doch sehr wohl erklärt, warum es dazu kommen konnte.


Zwölf Prozent Zinsen pro Monat versprach ein windiger Geschäftsmann, leichtgläubige Anleger gaben ihm einige hundert Millionen Mark.
Seit vergangener Woche sind viele Besserverdiener unruhig. Ein Teil ihrer Ersparnisse ist weg, und bald werden ihnen Steuerfahnder ein paar unangenehme Fragen stellen.
"Die zittern jetzt alle", ahnt der Oldenburger Oberstaatsanwalt Gerhard Kayser. Am Dienstag vergangener Woche wurde der Anlagevermittler Volker Röver in Bad Zwischenahn bei Oldenburg verhaftet. Nach Schätzung der Staatsanwaltschaft haben Röver und seine Kompagnons "mehrere hundert Millionen Mark" von 12 000 bis 15 000 Anlegern abgezockt.
Um rund fünf Milliarden Mark jährlich erleichtern betrügerische Anlagevermittler leichtgläubige Deutsche. Eine Menge Schwarzgeld fließt in den sogenannten grauen Kapitalmarkt und versickert dort in obskuren Geschäften. In dieser windigen Branche wurde Röver, 35, ganz schnell reich.
Der massige Chef der Geldsammel-Firma Cash & Cash lockte Sparer mit den aberwitzigsten Versprechungen. Mal bot er einen Zins von 17 Prozent in sechs Monaten, mal wollte er die Gelder mit 12 Prozent pro Monat verzinsen - demnach würde sich das Kapital in einem Jahr, mit Zins und Zinseszins, vervierfachen. Anleger, denen die Aussicht auf märchenhafte Gewinne den Verstand vernebelt hatte, glaubten daran.
Anfangs bediente Röver seine Kunden korrekt. Kompagnon Benno Bullermann fuhr im Mercedes 500 bei der Kundschaft vor und legte das gebündelte Bargeld auf den Tisch. "Ein besserer Service als bei den Banken", freute sich ein Berliner Cash & Cash-Anleger, "hier kriegen wir das Geld frei Haus geliefert."
Die wundersame Geldvermehrung sprach sich, vor allem auch unter Ostdeutschen, schnell herum. Neue Anleger brachten frisches Geld, und mit diesem Geld wurden Zinsen ausbezahlt. "Schneeball-System" heißt diese Art der Geldschöpfung.
Gelernt hat Röver sein Handwerk bei der Firma Save & Safe in Hannover, die von Anlegern schätzungsweise 200 Millionen Mark einsammelte. Hier beobachtete Röver, wie seine Chefs das große Geld machten. Noch bevor die Save & Safe-Oberen Ende 1991 ins Gefängnis gingen, gründete der Angestellte seine eigene Firma: Cash & Cash.
Röver arbeitete nach dem gleichen System: Eine Briefkastenfirma in London diente als offizieller Vertragspartner, auf eine Dependance in Luxemburg sollten die Gelder überwiesen werden.
Mit den Geldern der Anleger, so ist zu vermuten, legte sich Röver ein buntes Sammelsurium von Firmen zu. Der umtriebige Vermittler gründete Niederlassungen im sächsischen Hoyerswerda wie im türkischen Antalya; ihm gehören, unter anderem, eine Baumschule, ein Werbeatelier, ein Reiseunternehmen, eine Druckerei und auch eine Geldtransport-Firma.
Rövers Kunden ließen sich nicht durch dubiose Konstruktionen abschrecken. Das Geld ging an die GJS Cash & Cash nach Bad Zwischenahn, der "GJS-Sparkonto-Verwaltungsvertrag" war mit der Londoner Goodwin, Jones & Samuelson Finance abzuschließen, als Gerichtsstand wurde Luxemburg auserwählt. Rövers Geldgebern prophezeite der Branchendienst "Kapitalmarkt intern" "ein böses Erwachen".
Sparer konnten ihr Geld auch per Einzugsermächtigung von der Cash & Cash International A.S. in Kemer bei Antalya abbuchen lassen. Für Bareinzahler, die ihr Geld vor dem Finanzamt verstecken wollten, ließ Röver eigens Quittungsbelege drucken. Gezielt wandte sich die Cash & Cash an Kunden mit Schwarzgeld, denen eine steuerfreie _(* Bei seiner Verhaftung am Dienstag ) _(vergangener Woche. ) Anlage in Luxemburg versprochen wurde.
Doch schon ziemlich schnell geriet das Schneeball-System ins Stocken. Mitte vergangenen Jahres wurde Röver klamm. Einige gutverdienende Anleger, die nicht zum Staatsanwalt gehen mochten, setzten die Wilhelmshavener Wirtschaftsdetektei Fuchsgruber auf Cash & Cash an.
Röver bereitete seine Abreise in die ferne Türkei vor. Ende Januar informierte Freund Bullermann, zwei Wochen bevor er tödlich verunglückte, die Kundschaft "streng vertraulich" per Rundschreiben: "Um Ihnen absoluten Schutz vor Steuerfragen zu gewähren, haben wir die Verwaltung ins nichteuropäische Ausland verlegt."
Röver hätte sich rechtzeitig ans sonnige Mittelmeer absetzen können, wenn er nicht durch seine Protzsucht aufgefallen wäre. Den drittklassigen Handballern vom VfL Oldenburg etwa stellte er 17 geleaste Mercedes-Limousinen vor die Tür, obendrein spendierte er 20 000 Mark fürs Benzin.
Zwei Sportreporter von Radio Bremen interessierten sich für den seltsamen Gönner - und fanden heraus, wie Röver so schnell reich geworden war. Ihren Bericht im Regionalmagazin "Buten & Binnen" stellten die beiden noch ein paar Tage zurück, bis Kripo und Steuerfahndung die Durchsuchungsaktion - 30 Wohn- und Geschäftsräume in acht Städten - am Dienstag vergangener Woche organisiert hatten.
Es war auch höchste Zeit. Röver, auf dem Absprung nach Antalya, hatte schon einige Büros geräumt.



Nun, ein früherer Nachbar von mir - ein Kriminalhauptkommissar- hat dort mit der Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung gemacht und z.B. massive goldene Teller vorgefunden, auf denen dann Zuckerportionen und Milchportionen für den Kaffee verwahrt wurden.
Dort war einiges zu finden was die Beamten ganz schön zum staunen brachte.
Und alles nur weil es so viele Mitmenschen gibt die einfach nur gierig sind - wie eben auch die Banker, die heute pleite sind.
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