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Auswanderungsland Deutschland
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THEMA: Auswanderungsland Deutschland
#9441
Auswanderungsland Deutschland vor 1 Jahr, 12 Monaten  
Deutschland schrumpft - nicht nur, weil zu wenige Kinder auf die Welt kommen: Im zweiten Jahr in Folge verlassen mehr Menschen das Bundesgebiet als zuwandern. Die Republik sollte alarmiert sein - und sich selbstkritisch einige Fragen stellen.

Vermutlich würden noch viel mehr Menschen Deutschland verlassen, wenn das zu träfe, was man vorher über Europa gesagt hat - nämlich das man überall in Europa leben und arbeiten kann und darf.
Leider hat man absichtlich vergessen zu sagen, das es gar nicht so stimmt, denn es gelten nach wie vor die Gesetze des jeweiligen Landes.
Deutsche werden wie andere Nationalitäten auch, in jedem Land Europas ausgewiesen, wenn sie keine Arbeit haben und dort dem Staat auf der Tasche liegen würden.

Ergo: Die ganze Sache Europa ist ein Flop, sonst wäre konsequenterweise eine gemeinsames Soziales System aufgebaut worden, wo sich die Systeme gegenseitig stützen.

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#9506
Aw: Auswanderungsland Deutschland vor 1 Jahr, 12 Monaten  
Die Rückkehrquote ist bestimmt sehr hoch. Wie du schon gesagt hast, viele Leute stellen sich auswandern zu einfach vor. Da gibt es ja auch einige Doku-Soaps zu (sind sehr lustig). Nach einigen Monaten kommen viele zurück nach Deutschland, weil es doch zu schwierig war. Oder die stranden im Ausland, weil sie kein Geld für die Rückfahrt haben. Nur die wenigsten schaffen es leider.
grandmaster
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#9512
Aw: Auswanderungsland Deutschland vor 1 Jahr, 12 Monaten  
Eine Bekannte von mir ist nach Österreich gegangen um dort an einem Gymnasium zu unterrichten - in Wien. Dort gab es nur Zeitverträge über 1 Jahr. Sie hat mit ihrem Österreichischen Freund in Wien zusammen gelebt und gewohnt, nach zwei Verträgen aber keine Verlängerung mehr bekommen.
Sie bekam die Frist von 6 Wochen, Österreich zu verlassen.

Wir reden hier vom leben und Arbeiten innerhalb der EU, nicht von Neuseeland, Australien oder sonst was.Laut den Verträgen von Lissabon kann dich niemand innerhalb der EU ausweisen, weil Du keinen Job mehr hast - tun sie aber.

Und das ist die Augenwischerei an der Sache, die uns verkauft wurde
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#9531
Aw: Auswanderungsland Deutschland vor 1 Jahr, 12 Monaten  
Hallo,
Nachdem wir kürzlich zur Rettung unserer maroden "systemischen Banken" und für die Griechen kurzerhand Milliarden Euro locker machen konnten, soll jetzt daheim der Rotstift unser ständiger Begleiter im Alltag werden: Schulkinder bekommen keinen Schwimmunterricht mehr, Rentner zahlen an der Museumskasse den vollen Eintrittspreis und die Schlaglöcher auf unseren Straßen muss unser gestresster Rücken eben noch ein paar Jährchen länger ertragen. "Wir müssen sparen", sagen uns die Politiker.

Selten so gelacht: Sparen? Dieses Wort in diesem Zusammenhang kann wohl nur eine semantische Mogelpackung sein. Selbstverständlich "sparen" wir nicht, sondern wir "kürzen" Leistungen, die in guten Zeiten den Wohlstand unserer Gesellschaft ausgemacht haben. Allen wird damit etwas genommen. Selbstverständlich sind die meisten von uns bereit, in schlechten Zeiten auf derartige Leistungen teilweise zu verzichten. Aber ein solcher notgedrungener Verzicht der Bürger muss auch ehrlich beim Namen genannt werden.

"Sparen" ist etwas ganz anderes - privat und in volkswirtschaftlichem Sinne. Sparen im Privatbereich würde bedeuten, dass wir vorübergehend Konsumverzicht leisten und das Geld wohlmöglich auf die hohe Kante legen, um es später mit den Zinsen zu verzehren. Volkswirtschaftlich gesehen verringern wir durch die Ausgabekürzungen den öffentlichen Konsumanteil am Gesamteinkommen des Staates.

Beides tun wir aber nicht. Wir "sparen" nämlich nicht, sondern wir verteilen vielmehr vielerorts schlichtweg nur um. Hinter dem kategorischen "Wir müssen sparen" steht kein schlüssiges Konzept zur Krisenbewältigung. Und das macht Angst.

Wie ist denn die Realität? In den Schulen und Kindergärten fehlt den Städten und Gemeinden oft das Geld für die nötigsten Reparaturarbeiten. Gleichzeitig spendiert sich aktuell die Bauverwaltung eines Bundeslandes mitten in der Finanzkrise aus dem Konjunkturpaket für ihre Amtsstuben und Sitzungsräume umfangreiche teure Schallschutzmaßnahmen, obwohl das Schallproblem dort bereits seit 20 Jahren bekannt ist.

Oder: Die Oberbürgermeisterin von Dresden bestellt trotz Finanzkrise ungeniert eine Nobelkarosse der allerobersten Luxusklasse. An anderer Stelle wird vermutlich eine Buslinie im öffentlichen Personennahverkehr auf dem Lande eingestellt, damit eine unrentable "Freizeitbahn" finanziert werden kann, die dem Landrat von "ganz oben" versprochen worden sein und unter allen Umständen fahren soll. Das Konjunkturpaket kommt da gerade recht.

Die Welt steht Kopf. Wir Bürger verzichten verantwortungsbewusst auf das Nötigste und das Geld fließt an anderer Stelle in "Luxussanierungen" der Verwaltung. Selbst die Einnahmen des Staates sind inzwischen zur privaten Spekulationsmasse geworden. Zocker und Spekulanten versuchen, sich unverfroren aus dem Steuertopf zu bedienen. Die öffentliche Drohung potenzieller Investoren, die Karstadt-Kaufhäuser zu schließen, wenn die Gemeinden nicht auf die Gewerbesteuer verzichten, kann ich nur als eine unverschämte Erpressung des Staates werten.

Sozialisierung der Verluste und Privatisierung der Gewinne - das darf es einfach bei uns nicht geben. Oder sind wir bereits eine Art "Bananenrepublik", in der Politiker und Regierungen nicht mehr mitführen, sondern nur noch fremdbestimmt sind? Wie siehst du die Dinge?
17alef
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#9535
Aw: Auswanderungsland Deutschland vor 1 Jahr, 12 Monaten  
Oder: Die Oberbürgermeisterin von Dresden bestellt trotz Finanzkrise ungeniert eine Nobelkarosse der allerobersten Luxusklasse

Das sind ja die Gesetzeslücken, die man sich selbst geschaffen hat. Dieses Fahrzeug steht ihr nach geltendem Recht zu! Das wären die ersten Dinge, die geändert werden könnten. Fahrparkerneuerung ja, aber nur Mittelklasse. Zu überlegen wäre manches mal auch ein Sammeltaxi, denn die Unterhaltung der Fahrzeuge kostet auch eine Menge, womit manches Mal ein Privater Fahrdienst günstiger wäre.

Ebenso ist Tatsache, das man uns die Geschichte von der Klimaerwärmung erzählt, uns Katalysatoren und Rußpartikelfilter aufdrückt, aber die Fahrzeuge der Stadtreinigung usw. ( also Städte und Kommunen) nicht nachrüsten müssen!
Wieso nicht? Warum haben die eine Übergangsfrist, die solange andauert, bis die Fahrzeuge ausgemustert werden?

Wir werden allesamt zur Kasse gebeten, was man dann für völlig in Ordnung hält. Man erklärt unsere gute alte Glühbirne für altertümlich und Umwelt schädlich und verkauft uns hoch giftige und auch sonst schädliche Energiesparlampen, die weder eine längere Lebensdauer haben sondern lediglich bis zu 5 x teurer sind.

Vor Jahren hatte ich schon mal einen Aufruf gestartet, eine ganzen Monat nicht zu tanken - wer kann, das Auto stehen lassen und mit Kollegen zur Arbeit fahren oder blitzartig den ÖPV benutzen.
Was für Gegenstimmen da kamen! Das ginge nicht, weil...
Es würde auch schon reichen, wenn man zwei oder drei Tage nicht tankt usw.

Alles nur eine Ausrede wegen der Bequemlichkeit, nichts weiter. dann muß man eben mal einen Monat auf etwas Bequemlichkeit verzichten. Aber nein, sie wollen nicht begreifen, das es erst ab der dritten Woche interessant wird, wenn zum einen die Ölkonzerne langsam an den Sparstrumpf müssen und die Finanzbehörde der Länder und des Bundes Tränen in den Augen haben.

Würde man die Taktiken ändern und z.B. mal einen Tag alle Bushaltestellen und Straßenbahnen usw. benutzen wollen, bricht das System zusammen.
Am nächsten Tag macht man wieder Fahrgemeinschaften...es wurden aber Züge und Busse bereitgestellt, die jetzt wieder nicht genutzt werden und sie wieder leer fahren...

So macht man das einen Monat ständig wechselnd, nur nicht mit einer Regelmäßigkeit, sonst kann man sich darauf einstellen.

Das würde ziemlich schnell klarstellen, das wir es sind, die die Macht im lande haben, nicht die Politik und nicht die Wirtschaft.
Nur scheinen einige aufgrund ihrer Bequemlichkeitsgene das nicht zu begreifen.

Ändern ließe sich auf jeden Fall etwas. Man muß es nur wollen - dieses Phänomen betrifft also sowohl die Politik als auch den Wähler!
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